Münchens Fachtierarztzentrum für Kleintiere

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PATIENT:
Smoki

TIERART:
Jack Russel Terrier

DIAGNOSE:
Spircercose (Speiseröhrenwurm) mit Pneomothorax

THERAPIE:
Medikamentelle Therapie

Heute wird es spannend…

… denn hier kommt Smoki unser Mystery Case.

Der junge Jack Russel Terrier wurde uns wegen anhaltendem Erbrechen und stark vergrößerten Speicheldrüsen vorgestellt. Zusätzlich zeigte er eine stark ausgeprägte Atemnot in Folge eines Pneumothorax. Dabei kommt es zum Eindringen von Luft in den Brustkorb, sodass der Unterdruck im Brustkorb abnimmt und die Lunge kollabiert. Aber dem nicht genug – Smoki hatte zusätzlich auch noch eine Verschattung in der Lunge sowie einen auffälligen Knoten in der Speiseröhre, den wir bei der durchgeführten Magenspiegelung entdeckten.

Smokis Brustkorbröntgen zu Beginn seiner Krankheit

Wir standen vor einem Rätsel, da auf dem ersten Blick alle Befunde nicht wirklich zusammenpassten – wie konnten wir Smoki nun helfen? Hier hat sich gezeigt, dass es wichtig ist, sich hinzusetzten, alle Probleme zusammenzuschreiben, Bücher und wissenschaftliche Veröffentlichungen zu wälzen, um am Ende die richtige Diagnose zu finden.

Letztendlich passten bei Smoki dann doch alle Befunde zu einer Spirocercose. Dabei handelt es sich um eine bei uns extrem selten vorkommende Infektion mit dem sogenannten Speiseröhrenwurm (Spirocera lupi). Hierbei infizieren sich Hunde über das Fressen eines Zwischenwirts (meistens Dungkäfer). Die infektiösen Larven des Wurms werden im Magen frei, wandern über die Magen-Darmgefäße zur Hauptschlagader und nisten sich dann nach einigen Monaten in der Speiseröhre ein, wo sie die Bildung von Wurmgranulomen (Wurmknoten) auslösen.

Wurmknoten in Smokis Speiseröhre

Smoki war zu diesem Zeitpunkt bereits stark abgemagert und konnte weiterhin kein Essen bei sich behalten. Er musste über eine Ernährungssonde gefüttert werden und wir haben ihn mit einem Antiparasitikum (Medikament gegen Würmer) behandelt. Langsam aber stetig besserte sich Smokis Zustand über die nächsten Wochen. Das zähe Kerlchen hat es nicht nur seinem starken Überlebenswillen, sondern auch seiner Familie zu verdanken – die niemals aufgegeben und sich aufopferungsvoll um ihn gekümmert hat – dass er wieder ganz gesund wurde.

Smoki vorher und nachher

Smoki, es hat uns alle zu Tränen gerührt, mitzuerleben, wie gut Du Dich nach Deiner langen Krankheit wieder erholt hast. Du hast für Dein junges Leben bereits genug durchgemacht und wir wünschen Dir, dass Du künftig einen Tierarzt nur noch für Deine Routineimpfungen besuchen musst.

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